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Benachteiligung wegen ethnischer Herkunft
Das Bundesarbeitsgericht hat im Urteil vom 28.01.2010 – 2 AZR 764/08 – seine Rechtsprechung zur Benachteiligung wegen ethnischer Herkunft im Zusammenhang mit dem Ausspruch einer Kündigung weiter präzisiert.

Ist ein Arbeitnehmer nicht in der Lage, in deutscher Sprache abgefasste Arbeitsanweisungen zu lesen, so kann eine ordentliche Kündigung gerechtfertigt sein. Es stellt keine nach § 3 Abs. 2 AGG verbotene mittelbare Benachteiligung wegen der ethnischen Herkunft dar, wenn der Arbeitgeber von seinen Arbeitnehmern die Kenntnis der deutschen Schriftsprache verlangt, soweit sie für deren Tätigkeit erforderlich ist. Der Arbeitgeber verfolgt ein im Sinne des Gesetzes legitimes, nicht diskriminierendes Ziel, wenn er – z. B. aus Gründen der Qualitätssicherung – schriftliche Arbeitsanweisungen einführt. (thr)